Grenzenloser Konsum hat schwerwiegende Folgen!

Veröffentlicht auf von Chris

Grenzenloser Konsum hat schwerwiegende Folgen!
Seit Rio ist das Bild vom „geplünderten Planeten“ zu einem fest stehenden Begriff
geworden. Die Menschheit ist weit entfernt von einem ressourcenschonenden, cleveren
Konsum- und Lebensstil. Auch von Verteilungsgerechtigkeit kann nicht die Rede sein - 20
Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen. Beim Wettlauf
zwischen technischer Erneuerung und wirtschaftlicher Entwicklung zieht die Natur bislang
den Kürzeren. Die negativen Folgen der Wachstumseffekte sind geringer als der
Effizienzgewinn (z.B. Energieeinsparungen bei der Produktion).

 

Regenwald Martin Harvey WWf Canon

 

 

Die Natur steht unter Stress!
Statistisch gesehen lebt die Erdbevölkerung über ihre ökologischen Verhältnisse. Rein
rechnerisch steht jedem Erdenbürger 2,2 Hektar produktive Fläche zur Verfügung,
tatsächlich werden aber 2,85 Hektar beansprucht. Die Menschheit verbraucht heute also
mehr als nur einen Planeten. Deshalb steht die Natur unter Stress.
Hoher Papierverbrauch ist ein solcher Stressfaktor. Jeder fünfte weltweit gefällte Baum
landet in einer Zellstofffabrik. 16 von 100 Bäumen, die zu Papier verarbeitet werden,
stammen aus Urwäldern. Einzigartige Ökosysteme werden zu Wegwerfprodukten. Die
Papierindustrie gehört weltweit zu den großen Wasserverbrauchern. Für die Herstellung
von einer Tonne Papier wird genauso viel Energie benötigt, wie bei der Herstellung von einer
Tonne Stahl.

Um das globale Umweltproblem und die Verteilungsungerechtigkeit in den Griff zu
bekommen, ist ein neuer Wirtschaftsstil notwendig. Preise müssen ökologische Wahrheit
sprechen. Lebensraumzerstörung, Waldvernichtung und Wasserverschmutzung müssen in
den Preis einer Ware mit einfließen. So könnte der Verbrauch reguliert und
umweltverträgliche Alternativen gefördert werden.

 

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